Delver Glass

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Ein Mann versucht vergeblich einen anderen vor dem drohenden Fluch zu bewahren, der auf dem Delver Spiegel lastet. Er warnt den Todgeweihten eindringlich und schildert ihm die mysteriösen Legenden und die heimtückische Natur des Delver Spiegels. Dabei ist er nie zu durchschauen…

Synopsis

Ein Mann versucht vergeblich einen anderen vor dem drohenden Fluch zu bewahren, der auf dem Delver Spiegel lastet. Er warnt den Todgeweihten eindringlich und schildert ihm die mysteriösen Legenden und die heimtückische Natur des Delver Spiegels. Dabei ist er nie zu durchschauen…  synopsis_delverglass Stück für Stück bahnen sich Carlin und Spangler den Weg durch das Labyrinth aus staubigen Fluren, bis sie die Tür zum Dachboden erreichen. Spangler hat alle Warnungen des immer ängstlicher werdenden Hausangestellten Carlin ignoriert und betritt töricht den dunklen, unheilbringenden Dachboden, auf dem der Spiegel sich befindet. Johnson Spangler ist besessen – so blind wie der Adonis am Fuß der Wendeltreppe. Er muss diesen Spiegel besitzen. Als er in ihn hineinstarrt bemerkt er plötzlich eine kleine Macke, einen Riss oben links in der Ecke des Spiegels. Eine Erkenntnis, gefolgt von niederschlagendem Grauen. Jetzt versteht er. Jetzt ist es zu spät.

Delver Glass – “The Reaper’s Image”

„The Reapers Image“ ist eine der frühen Kurzgeschichten Stephen Kings und erschien erstmalig 1969 in einem Prosaband. Sie beschreibt mit einfachen Zügen des Suspense den nicht abzuwendenden Fluch des Delver Spiegels, der trotz aller Warnungen den Protagonisten ereilt. King beschreibt ein ganz subtiles und dennoch mystisches Horrorszenario ohne jegliche blutrote Fantasie. the_reapers_image_film_delverglass Er schürt die Angst im Leser, ohne die sonst gern bemühten Stereotypen üblicher Horrorfilme. Mit der Kurzgeschichte als Ausgangspunkt wagt sich Delver Glass weltweit erstmalig an die filmische Umsetzung dieses Stoffes heran und transportiert Spangler und Carlin mit den literarischen Mitteln auf die große Leinwand.

Drehort – Herrenhaus Hohehorst bei Schwanewede

In industriellem Größenwahn zerstörte Carl Lahusen das Wochenendhaus seiner Kindheit, um noch größer, noch schöner, noch prunkvoller seinen Traum von Autarkie und Fortschritt zu leben. Doch als das Gut Hohehorst 1929 fertig gestellt wird, besucht er es nur wenige Male, verbringt zwei oder drei Wochenenden hier, bevor die Lahusen-Dynastie untergeht. Es ist der Reiz des Verfalls, der morbide Charme dieser Immobilie, der immer noch existiert. Stephen King macht das Haus zu einem Teil des Fluches um Johnson Spangler.
Das Gut Hohehorst schafft es, diese Aufgabe zu erfüllen. Das Schöne des Zerfalls, Wände, die schon viele Geschichten gehört haben. Ein Dachboden, wie für diesen Film gebaut.

Filmlook – Super16 Film als Aufnahmemedium der Wahl

Mit Film zu drehen, heißt mit den Augen des Zuschauers Bilder zu machen. Kein Medium entspricht so genau unserem natürlichen Sehempfinden. Auf Zelluloid gibt’s Körnung, die die Luft knistern lässt. Auf Zelluloid gedreht, ist jede Einstellung nicht einfach nur
im Kasten, sondern hingebungsvoll kreiert. Auf Zelluloid gedreht, werden die Bilder lebendiger, die Geschichte natürlicher, der Horror einfach besser. shot_on_film_delverglass_super16 Besonders dort, wo die optimale Abbildung natürlicher Farbnuancen und Mischlichtsituationen nicht nur optisch, sondern eben auch inhaltlich eine bedeutsame Rolle spielt, empfiehlt sich die Arbeit mit chemischem Film. Doch auch mit Hilfe von Weitwinkelobjektiven, die die möglichst authentische Bildgestaltung unterstützen, zieht Delver Glass den Zuschauer immer tiefer hinein in die Welt um Johnson Spangler und den Fluch des Delver Spiegels. Das mechanisch-chemische Zentrum der Bildgestaltung bildet für Delver Glass eine ARRI SRIII die auf aktuellsten Kodak-Emulsionen die Erfüllung des Fluches festhält.